Sonntag, 21. Juli 2013

KNH-Projekt



Nach fast einem halben Jahr sind wir mit dem KNH- Projekt (Kinder-Not-Hilfe)  durch. Naja, ich will nicht lügen – fast durch.
Angefangen haben wir im Januar und nun werden noch die Fotos angepinnt, um die fertigen Berichte per Post nach Deutschland zu schicken. Aber ich fang mal ganz vorne an:

Erst mal gab es eine monatelange Diskussion über einen neuen Fragebogen für das KNH-Projekt. Das KNH-Projekt besteht aus einer Befragung, die sich an ein Kind, dessen Familie und das Dorf richtet. Danach wird aus diesen Antworten ein Text verfasst und mit Foto versehen. Wenn alles überarbeitet und richtig ist, wird dieser Bericht nach Deutschland zu den Spendern dieses Projekts geschickt.
Viele Fortschritte vollzogen sich in den letzten Jahren durch Gelder der Spender. Zum Beispiel werden Lernmaterial und Spielsachen angeschafft.

Wir haben also im Januar mit dem alten Fragebogen angefangen und ab Mitte April mit dem neuen elfseitigen nochmal von Vorne angefangen.
Aufgrund des Zeitdrucks (Ende März hätten die Berichte in Deutschland sein sollen) sollten Mitarbeiter nun über Nacht auf Dörfern bleiben. Das kam ja wie gerufen, wir hatten ja keinen Dorfmonat und konnten nun immerhin für 4-5 Tage mal auf einem Dorf bleiben.

Was Dorfleben von meinem Leben auf dem Campus unterscheidet erzähle ich euch Morgen.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Reise - Semiliguda

Eine der schönsten Stationen auf meiner Reise, meine Endstation, wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten: Semiliguda!

Das ist eine recht kleine Stadt umgeben von atemberaubender Landschaft und von manchen sogar als Hill-Station bezeichnet.

Es war wirklich wie nach Hause kommen, ankommen... Fast zwei Monate mit großem Rucksack unterwegs hieß es viel hinter sich lassen und Platz für neue Erfahrungen schaffen. Jeden Tag voll bis oben hin mit neuen Bildern und prägenden Dingen.
Zum Glück hatte ich mein Tagebuch. Konnte also erstmal alles niederschreiben und hab nun beim nochmaligen Lesen Zeit, alles ein wenig zu verarbeiten, über Dinge zu lachen oder mich besser erinnern zu können.

Den Rucksack abgestellt blickte ich mich in meinem Zimmer um. Tatsächlich, es ist mein Zimmer geworden. Meine Bilder und Erinnerungen hängen in diesem Raum, vertrauter Geruch und Gegenstände. Wie schnell man sich doch an Sachen gewöhnt und es als die eigenen, normalen und vertrauten ansieht.
- Ein schönes Gefühl.

Wie gut, dass ich an diesem wunderschönen Ort noch fast einem Monat bleiben darf, in meinem neuen Zuhause für 1 Jahr.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Reise - Kolkata, Indian Musuem

Dieses Musuem handelte nicht nur von Indien und dessen Traditionen und Geographie, sondern so ziemlich von allem was es gibt.

- archäologische Funde wurden ausgestellt
- Mensch- und Tierevolution
- eine Halle war voll mit Steinen und woher sie aus Indien stammen
- ägyptische Geschichte und sogar eine echte Mumie
- Gemälde
- zu jedem indischen Bundesstaat gab es eine traditionelle Landschafts- und Menschandarstellung

Wenn diesem Museum irgendwas fehlen sollte dann ist es Strukur, ein ziemlich großes Durcheinander von unzusammenhängenden Dingen.

Dienstag, 11. Juni 2013

Reise - Kolkata

Calcutta, welches jetzt den Namen Kolkata trägt, nur um Verwirrungen um den Namen zu klären, ist nach Mumbai die zweitgrößte Stadt Indiens. Im Gegensatz zu Mumbai hat diese Stadt aber einen außergewöhnlichen Charme und hat mich nach dem ersten Tag in ihren Bann gezogen.

Vielleicht lag es an dem Hotel, das wir hatten. Eins der teuersten und besten Hotels unserer Reise. Wirklich sauber, fast hübsch, non-AC, eine westliche Toilette nur für uns, Fernseher und eine Dusche.
Vielleicht lag es auch an der Lage des Hotels. Direkt neben dem Hogg-Market, wo sich so viel Leben abspielt und es allerlei zu kaufen gibt. Und fast neben einer Hauptstraße, an der entlang unglaublich viele Straßenstände aufgebaut waren.
Vielleicht lag es auch daran, dass wir einen anderen Deutschen getroffen haben, den wir gleich mit "Moin moin!" begrüßen konnten, der uns viel über Kolkata und dessen Slum erzählen konnte, weil er dort arbeitet. Außerdem hatten wir ein paar nette Abende mit ihm.

Kolkata hat auch ziemlich abschreckende Seiten. In keiner anderen Stadt wurde ich so nervig von der Seite angequatscht, extrem angebettelt oder abwertend behandelt. Aber ich liebe diese Stadt trotzdem, obwohl ich nicht genau sagen kann, warum.

Sonntag, 9. Juni 2013

Reise - Darjeeling, Tee

Wie der Name schon sagt gab es in Darjeeling jede Menge Darjeeling-Tee. Auch andere Schwarztee-Sorten wie Assam (ein nordöstilicher Bundesstaat Indiens) Tee gab es reichlich. Durchgefroren einen heißen Tee zu trinken habe ich wirklich vermisst und es sehr genossen. Ohne richtige Kleidung und ohne Heizung war das einzig warme in Darjeeling der Tee.

Dabei ist mir aber auch aufgefallen: Ich steh gar nicht so auf Schwarztee... Was soll's - ein paar Klischees müssen bedient werden, deswegen gehörte das Teetrinken einfach dazu.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Reise - Darjeeling, Tiger Hill

Einen der wohl spektakulärsten Sonnenaufgänge soll es auf dem Tiger Hill in der Nähe von Darjeeling-Stadt geben. Gehört, informiert und abgemacht - so der Plan.

Wir standen also mitten in der Nacht auf, um zum Clocktower in der Innenstadt von Darjeeling zu laufen. Von da fuhren die Taxis zum Tiger Hill. Einen kleinen extrem süßen Tee vor der bitterkalten Fahrt und los ging es in die Berge.

Für den Tiger Hill musste noch Eintritt bezahlt werden, denn es gab ein kleines Haus mit Sitzgelegeheiten und Verkaufsständen, aber leider ohne Heizung, wo man von drinnen den Sonnenaufgang genießen sollte.

Leider war es wie erwartet auch an diesem Tag extrem bewölkt und der Sonnenaufgang war weit entfernt hinter den Wolken nur zu erahnen. Als es nach und nach immer heller wurde, konnte man immerhin die Landschaft rundherum erkennen und genießen. Ein wirklich schöner Ausblick trotz des ganzen Nebels.

Vom Tiger Hill soll man eigentlich auch den Mount Everest sehen können, doch der ging auch im Nebel unter. So viel zum Thema Nebensaison in Darjeeling...

Freitag, 31. Mai 2013

Reise - Darjeeling, Zoo

In Darjeeling gab es einen Zoo. Ewig war ich schon nicht mehr im Zoo und hier gab's wirklich coole Tiere zu sehen. Eher wie ein Wildpark war das ganze aufgebaut. Alles waren Freiluft-Gehege. Manche Tiere hatten ein riesiges Gehege und manche waren auf viel zu kleinem Raum eingesperrt.

Besonders nett anzusehen fand ich die Putzerfische, den roten Panda (der eher aussah wie ein Fuchs), eine Menge Leoparden in verschiedenen Kostümen (mal mehr wolkig grau, braun oder schwarz) und natürlich einen echten großen Tiger. Den gab's aber nur ganz kurz zu Gesicht, weil er hungrig war und seine Futterluke geöffnet wurde.

Naja, was soll ich noch groß von dem Zoo-Besuch erzählen. Ihr wisst wohl alle wie das ist in den Zoo zu gehen, um sich eingesperrte Tiere anzugucken. Dazu brauche ich nun nicht noch mehr schreiben.